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Aktionstag gegen Catcalling in Frankenberg +OTON

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Beschreibung

Frankenberg. Am Bahnhof in Frankenberg stand am Donnerstag der fünfte nationale Aktionstag gegen Catcalling im Mittelpunkt. Mit einer Ankreide-Aktion machten der Landkreis gemeinsam mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) und der Kurhessenbahn auf das Thema verbale sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum aufmerksam.

Auf dem Bahnhofsvorplatz wurden dabei sogenannte Catcalls – also von Betroffenen gemeldete sexuell anzügliche Kommentare, Zurufe oder Bemerkungen – mit Kreide auf den Boden geschrieben. Ziel der Aktion war es, diese oft alltäglichen Erfahrungen sichtbar zu machen und auf die Auswirkungen für die Betroffenen aufmerksam zu machen.

Was ist Catcalling?

Unter Catcalling versteht man unerwünschte verbale sexuelle Belästigungen wie anzügliche Kommentare, Pfiffe, Rufe oder andere sexuell motivierte Äußerungen im öffentlichen Raum. Betroffene empfinden solche Situationen häufig als respektlos, entwürdigend oder einschüchternd. Obwohl Catcalling in Deutschland bislang nicht als eigener Straftatbestand gilt, ist das Thema in den vergangenen Jahren zunehmend in den gesellschaftlichen Fokus gerückt.

Sichtbares Zeichen gegen Belästigung

Mit den auf den Boden geschriebenen Aussagen wollten die Organisatoren verdeutlichen, welchen verbalen Übergriffen Menschen im Alltag ausgesetzt sind. Die Aktion sollte Passantinnen und Passanten zum Nachdenken anregen und das Bewusstsein für respektvolles Verhalten im öffentlichen Raum stärken.

Der Bahnhof Frankenberg wurde bewusst als Ort der Aktion gewählt, da dort täglich zahlreiche Menschen unterwegs sind. Durch die öffentlich sichtbaren Kreidebotschaften erhielten die Erfahrungen der Betroffenen eine besondere Aufmerksamkeit.

Der nationale Aktionstag gegen Catcalling fand bereits zum fünften Mal statt und wurde bundesweit von verschiedenen Initiativen, Kommunen und Organisationen begleitet. Die Verantwortlichen in Frankenberg zogen mit der Ankreide-Aktion erneut die Aufmerksamkeit auf ein Thema, das viele Menschen betrifft, aber häufig unterschätzt wird.

OTON: Miriam Drüppel

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